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Die Schuldenfallen

Der österreichische Schauspieler Walter Slezak (1902-1983) sagte einmal: „Viele Menschen benutzen das Geld, das sie nicht haben, für den Einkauf von Dingen, die sie nicht brauchen, um damit Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen.“
Da steckt ganz viel Wahrheit drin. Und in unserer heutigen Zeit trifft dies sogar schon auf Schulkinder zu. Wussten Sie, dass 12% der 13- bis 24-Jährigen bereits verschuldet sind? Häufigste Ursache: das Handy. Wer obigen weisen Satz in sein Gedächtnis einbrennt, hat den Kampf gegen Schulden, Verschuldung und Überschuldung schon halb gewonnen.

Sehr aufschlussreich ist die nachfolgende Tabelle, die die Auslösefaktoren von Überschuldung auflistet.
38% Arbeitslosigkeit
22% Trennung / Scheidung
20% Unerfahrenheit gegenüber Kredit- und Konsumangebot
19% Dauerhaftes Niedrigeinkommen
14% Missverhältnis Kredithöhe-Einkommen
10% Suchtverhalten
  9% Krankheit / Unfall / Tod
  7% Suchtartiges Kaufverhalten
  6% Geburt eines Kindes
  3% Nichtinanspruchnahme von Sozialleistungen

Datenbasis: Erhebung bei Schuldnerberatungsstellen 2000
Quelle: D. Korczak u.a.: Überschuldung in Deutschland zwischen 1988 und 1999

Wer Schulden von vornherein vermeidet, ist überdurchschnittlich clever. Dies ist verhältnismäßig einfach, wenn man die Ursachen von Schulden kennt. Wenn man dazu noch Verhaltensweisen an den Tag legt, die Schuldenmachen verhindern und ausschließen, kommen Sie nie in Geldnöte.

Wir können nicht ständig Schulden machen, wie es uns unser Staat vormacht. Der kann es sich – noch – leisten, einen immer höheren Schuldenberg aufzuhäufen, weil er seine Bürger hat, die darunter liegen. Die werden ausgequetscht, die zahlen die Zeche durch neue Steuern, mehr Abgaben, höhere Beiträge, weniger Rente und so weiter und so fort… Wir Verbraucher haben niemanden unter uns, den wir für uns bluten lassen können. Wir können uns nur selbst helfen, indem wir uns selbst schützen. Und dieser Selbstschutz fängt an mit dem Erkennen der Ursachen von Schulden. Die Gründe sind zwar zahlreich, aber überschaubar:

Vorsicht Angeber! Viele Leute, auch und gerade junge, also Kinder und Jugendliche, definieren sich nicht über Persönlichkeit, Leistung und/oder eigenständiges Denken, sondern Statussymbole. 
„Hast Du was, dann bist du was“ 
lautet das Motto. Es zählt mehr der Schein als das Sein. Statussymbole sollen Glück, Erfolg, Elite, Reichtum, Macht suggerieren. Doch das kostet meistens mehr Geld, als man besitzt oder verdient. Wenn man diese Menschen aber mal näher analysiert, ihnen ihre Statussymbole wegnimmt oder sich diese zumindest wegdenkt, dann bleiben in der Regel zwei Sorten Mensch übrig: der Angeber und der Mensch mit Minderwertigkeitskomplexen. Die allermeisten kommen bald auf die schiefe Schuldenbahn. Erst machen sie Schulden – dann machen die Schulden sie fertig.
Unter Angebern trifft man intelligente und weniger intelligente Menschen. Aber Dummheit im Umgang mit Geld ist leider nicht nur auf diese beschränkt. Überhaupt ist Dummheit ganz genauso alt wie die Menschheit. Tragischerweise ist sie ausgerechnet allein bei der Spezies anzutreffen, die sich intellektuell am höchsten entwickelt hat. Scheinbar ging die Evolution der menschlichen Intelligenz Hand in Hand mit der Evolution der menschlichen Dummheit. Speziell Konsumschulden sind der Gipfel der Dummheit!

Vorsicht Dummheit! Dabei ist cleverer Umgang mit Geld keine Frage des IQ. Wo kein entsprechendes Talent angeboren ist, lässt er sich anerziehen, vor allem aber antrainieren. Das geht alleine und das geht noch besser mit einem „Coach“, also jemandem, der Hilfestellung und Tipps gibt – und ein gutes Vorbild. Ein leibhaftiger Trainer wäre zwar ideal, aber Hilfestellung kann man sich auch aus Büchern, Medien und Internet besorgen.

Zunächst einmal muss man in unserer heutigen (Konsum-)Welt die Tricks erkennen, mit denen die werbende Wirtschaft versucht, einem das Geld aus der Tasche zu ziehen. Haben Kinder und Jugendliche früher kaum eine Rolle als Zielgruppe gespielt, so hat sich das grundlegend geändert. Die Wirtschaft hat erkannt, dass niemand kauffreudiger ist als Kinder und Jugendliche. Auch die Kaufkraft ist eine der größten durch ihren Einfluss auf die Kaufentscheidungen der Eltern.

Die Vereinnahmung beginnt früh und spielerisch und trügerisch. Die Kinderzimmer sind vollgestopft mit Spielsachen. Trotzdem langweilen sich die Kinder und schreien nach Neuem, nach Abwechslung. Das „kostenlose“ Konto für Schüler, Azubis und Studenten ist gar nicht mehr umsonst, wenn es überzogen werden darf (10% der 11-15-Jähringen haben bereits Bankschulden!). Das Gratis-Handy holt sich sein Geld über die Tarife wieder zurück.

Der Konsumwahn sollte bei größeren Dingen aufhören, die man sich eigentlich gar nicht leisten kann. Aber da wird eben so lange Druck auf die Eltern gemacht, bis sie es kaufen: Computer, Designermode, Mofa, Auto usw. Und wenn’s die Eltern nicht mehr sind, dann tritt an deren Stelle die Bank, die das Geld gibt. Die flügge gewordenen jungen Menschen möchten ja den von zu Hause gewohnten Lebensstandard beibehalten sowie gegenüber gleichaltrigen Freunden und Kollegen mithalten können.

Die Meisten von uns haben verlernt, nein zu sagen gegenüber der allgegenwärtigen Werbeberieselung, deren Hauptaufgaben Bedürfnisweckung und Manipulation sind. Wie sollten wir auch, wenn man es von klein auf gewohnt war, Glück und Zufriedenheit nur materiell zu definieren? Seien Sie nicht so dumm, das mit sich machen zu lassen!

Wir sind aber auch deshalb zu dumm, mit Geld und Luxus umzugehen, weil in den Schulen alles Mögliche und Unmögliche gelehrt wird, aber vieles nicht, das man unbedingt zu einer erfolgreichen Lebensbewältigung benötigt: finanzielle Allgemeinbildung zum Beispiel… Die Folge ist, dass ungefähr ein Drittel aller Schulden schon vor dem 20. Lebensjahr gemacht werden!

Wenn Sie clever Schulden vermeiden wollen, müssen Sie sich einerseits aus dem unterschwelligen Konsumzwang befreien, den Werbung, Kollegen, Nachbarn, Mitschüler usw. ausüben, und müssen andererseits endlich intelligent sparen, so dass Sie sich auch wirklich leisten können, was Sie brauchen und was Sie sich gönnen möchten, um Ihr Leben lebenswert zu machen. Denn das muss durchaus sein. Ich rede zwar dem Sparen das Wort, aber nicht der Askese. Vielmehr soll man sich regelmäßig was Gutes tun und selber verwöhnen.

So sollten Sie sich unbedingt eigens ein „Spaßkonto“ einrichten. Darauf lassen Sie jeden Monat einen von Ihnen bestimmten Betrag per Dauerauftrag überweisen. Auf diese Weise können Sie immer mit gutem Gewissen Geld für die schönen Seiten des Lebens ausgeben, ohne dass Geld, das für andere Verpflichtungen vorgesehen ist, angegriffen wird. Schließen Sie sich aus falsch verstandener Sparsamkeit nicht aus vom gesellschaftlichen Leben, aber geben Sie nur Geld aus, das da ist; dann brauchen Sie keine Kredite. Aber wir wollen zu viel zu schnell in zu kurzer Zeit. Darum reicht das Geld nicht. Also wird sich welches geliehen. Ist ja anfangs auch so einfach zu bekommen.

Nein! Treten Sie auf die Bremse! Schieben Sie Kaufentscheidungen hinaus. So lange wie möglich. Einfach darüber schlafen und nach einer Woche oder nach einem Monat sehen Sie die Sache entweder ganz anders oder es hat sich eine günstigere Lösung gefunden oder das Bedürfnis ist stark abgeklungen.

Trotz meiner heftigen Kritik an der Werbewirtschaft, will ich es Ihnen auch nicht zu leicht machen. Der eigentlich Schuldige an Ihren Schulden sind Sie selbst. Denn Sie haben die Entscheidungen getroffen. Sie sind das Opfer Ihrer eigenen falschen Entschlüsse. Sie sind Opfer und Täter in einem. 

WEITERLESEN: Vorsicht Banken!
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