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Die Schwächen des Systems

Die Schwäche von Unternehmen und Behörden
Herr Schulden-Drückeberger kennt die Schwächen seiner Gegner. Und je größer das Unternehmen desto größer auch seine Schwäche, weil es seine Forderungen per Computer einzieht. Das erkennt er an der Korrespondenz, den Rechnungen und Mahnungen: alles Formdrucke mit tollen Referenznummern und Abteilungskürzeln. Zeichen für einen leichten Gegner. Denn in Großunternehmen arbeiten Angestellte, die weder entscheidungsfreudig noch entscheidungsberechtigt sind (Herr Schulden-Drückeberger nennt sie Lohnsklaven). Sie nehmen es nicht persönlich, dass dieser Kunde nicht bezahlen will.

Herr Schulden-Drückeberger bringt da gerne das Beispiel vom Bäcker: Wenn er diesem erklärt, dass er die Brötchen heute nicht bezahlt, weil vorgestern eins dabei war, das nicht frisch war, dann löst der Bäcker das Problem pragmatisch, indem er ein zusätzliches einpackt. Sollte Herr Schulden-Drückeberger es noch einmal wagen, sich auf diese Weise um die Bezahlung zu drücken, wirft ihm der Bäcker das älteste Brötchen, das er finden kann, an den Kopf und den Schlawiner aus dem Laden. Fall ruckzuck erledigt. Warum? Weil Gläubiger und Entscheidungsträger ein und dieselbe Person sind.

Aber so ist das nicht in einem Großunternehmen, doziert Herr Schulden-Drückeberger. Da haben wir den Lohnsklaven, der sich möglichst wenig Arbeit machen will. Dann den Entscheidungsträger (z.B. einen Abteilungsleiter), der keine falschen Entscheidungen treffen will (am liebsten überhaupt keine), und nur der Gläubiger, das Unternehmen will wirklich sein Geld. Das Unternehmen gehört aber Tausenden von Aktionären, die Herrn Schulden-Drückeberger überhaupt nicht kennen.

Durch diese Struktur kann das Großunternehmen keinen kurzen Prozess machen wie der Bäcker. Alles muss nach vorbestimmten Regeln ablaufen. Den Mitarbeitern ist es viel wichtiger, keine Fehler zu machen, die Karriere gefährden könnten, als Herrn Schulden-Drückebergers Schuldenproblem unkompliziert zu lösen. Was immer Herr Schulden-Drückeberger behauptet und reklamiert, muss langwierig geprüft werden. Denn es besteht ja die Gefahr, dass es Recht hat und dann würde man einen späteren Prozess fahrlässig verlieren (was wieder schlecht für die Karriere wäre).

Herr Schulden-Drückeberger weiß, was passiert, wenn er ständig Verwirrung stiftet, wie vorstehend beschrieben: Sein Fall geht nicht mehr glatt durch die Rechtsabteilung und landet schließlich vor Gericht, sondern wird aus der Routinebearbeitung herausgenommen. Und das kostet unendlich viel Zeit und Mühe.

Sehr effektiv lässt sich ein Großunternehmen auch durch Scheckzahlung verwirren, sprich: nicht ganz korrekte Schecks, die zur scheinbaren Zahlung eingereicht werden. Mal vergisst er die Unterschrift, mal ist er so schusselig, dass er um zwei Jahre vordatiert, mal stimmt der Betrag in Ziffern mit dem in Worten nicht überein. Das fällt in der Rechtsabteilung selten einem Mitarbeiter auf. Der ist vielmehr froh, dass er den Vorgang endlich an die Buchhaltung weiterleiten kann. Diese reicht den Scheck bei der Bank ein – und von dort kommt er letztendlich als ungültig wieder zurück.

Nun geht Schulden-Drückebergers Akte an die Inkassoabteilung, die ihm einen Brief schreibt und auf den Irrtum hinweißt. Da sich nichts tut, folgt die Erinnerung, dann die Mahnung, und so landet seine Akte wieder bei der Rechtsabteilung. Mit ein bisschen Glück und Timing zieht sich dieses Manöver über mindestens drei bis sechs Monate hin, er beantwortet Korrespondenz so langsam wie möglich, aber so schnell wie nötig.

Herr Schulden-Drückeberger schickt jetzt einen einwandfreien Scheck. Kurz danach entdeckt er, dass sein Konto überraschenderweise nicht mehr gedeckt ist und informiert umgehend die Inkassoabteilung. Er kündigt Zahlung per Überweisung an. Da erreicht das Großunternehmen nach einer Wartezeit wieder ein Schreiben. Auf welches Konto er denn eigentlich überweisen soll? Er habe gelesen, dass die Firma von einem amerikanischen Konzern gekauft worden sei. Ob er das Geld gleich über den Teich schicken soll?

Übrigens: Das Vergessen von Rechnungsnummern, Aktenzeichen, Abteilungskürzeln und Referenznummern führt alleine schon zu erheblichen Verzögerungen, weiß Herr Schulden-Drückeberger auch zu berichten…

So werden Inkasso-Computer sabotiert
Herr Schulden-Drückeberger hat nicht gezahlt und erhält eine freundliche Erinnerung Nr. 1. Er schreibt einen langen (vielleicht handschriftlichen) Brief voller Entschuldigungen.

Wichtig: Irgendwo im Text quetscht er ein "weil ich doch bisher nie verspätet gezahlt habe, möchte ich Sie bitten, die bereits fällige Rate auf die restlichen Raten verteilt begleichen zu dürfen".

Der Computer ist nicht programmiert, auf seitenlange Entschuldigungen mit versteckten Vorschlägen zu reagieren. Er wird, da er bisher keinen Zahlungseingang feststellen kann, die bereits schärfer formulierte Erinnerung Nr. 2 abschicken.

Herr Schulden-Drückeberger schreibt wieder Seiten lang (handschriftlich, weil es so schwierig zu lesen ist), und beklagt sich, doch reagiert zu haben, sogar sehr lang reagiert zu haben, nur hätte niemand auf seine Frage geantwortet. Und das sei wirklich enttäuschend. Er legt keine Kopien bei, damit der Lohnsklave extra lange suchen muss.

Der Computer ignoriert auch dieses Schreiben und schickt Erinnerung Nr. 3. Tenor: Jetzt haben Sie schon zwei Briefe ignoriert. Zahlen Sie endlich oder es passiert etwas ganz Schreckliches.

"Aber wie kann ich denn?", antworten Herr Schulden-Drückeberger, "ich weiß doch gar nicht, was ich jetzt zahlen soll: Die erste Rate oder die zweite Rate zusammen mit einem Teil der ersten Rate, oder die bereits fällige dritte Rate, die ich natürlich erst bezahlen kann, wenn ich weiß, wie hoch sie ist, d.h. wenn Sie mir mitgeteilt haben, wie Sie meinen Vorschlag vom XY beurteilen...".

Was passiert jetzt? - Nichts. Er erhält wahrscheinlich wieder Erinnerung Nr. 1, dann Nr. 2 und schließlich Nr. 3. Er beantwortet jeden Brief (wichtig!) mit seinen üblichen Geschichten, Vorschlägen, Fragen und Blabla.

Dann - wenn ihm die gewonnene Zeit ausreicht - schickt er die gesamte Korrespondenz in Kopie an das Unternehmen und bittet endlich um Klärung der Angelegenheit. Es sei doch wirklich eine Unverschämtheit, ihn so lange hinzuhalten.

WEITER ZU: Warum man sich vor Anwalts-Schreiben nicht fürchten muss


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