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Die Wohlverhaltensperiode


Phase 4: Die Wohlverhaltensperiode
Der Eröffnung des Insolvenzverfahrens schließt sich die Wohlverhaltensperiode an (auch Treuhandperiode genannt), sobald das Gericht die Restschuldbefreiung angekündigt hat. Sie dauert jetzt sechs Jahre (bei Schuldnern, die bereits vor dem 1.1.1997 zahlungsunfähig waren, dauert sie nur fünf Jahre). Während dieser Zeit ist der Insolvenzverwalter (Treuhänder) Ihr stetiger Ansprechpartner.

In dieser Wohlverhaltensperiode haben Sie Auflagen zu erfüllen, wie z.B.

  • Verpflichtung, eine angemessene Erwerbstätigkeit auszuüben
  • bei Arbeitslosigkeit sich um eine Erwerbstätigkeit zu bemühen (Nachweise über Bemühungen müssen jederzeit belegt werden können: Inserate, Bewerbungen, Ablehnungsschreiben etc.)
  • jede zumutbare Arbeit anzunehmen, auch berufsfremde, auswärtige, Aushilfs- und Gelegenheitsarbeiten ebenso wie Weiterbildungen
  • Abtretung des pfändbaren Teils seines Einkommens an den gerichtlich bestellten Treuhänder, der wiederum die Gelder an die Gläubiger verteilt
  • keine Aufnahme neuer Schulden
  • Meldepflicht an den Treuhänder bei Wohnungswechsel
  • Meldepflicht an den Treuhänder bei Arbeitplatzwechsel
  • Absprache mit dem Treuhänder bei größeren Ausgaben/Anschaffungen

Sie können in dieser Zeit auch eine selbstständige Tätigkeit beginnen, wenn das mit dem Treuhänder abgestimmt ist. Dabei muss gewährleistet sein, dass die Gläubigerforderungen genau so befriedigt werden, als wären Sie in einem abhängigen Arbeitsverhältnis.

TIPP: Nehmen Sie es genau mit den o.g. Pflichten! Bei einem Verstoß kann das Gericht schon während der Wohlverhaltensperiode die so wichtige Restschuldbefreiung verweigern.

Arbeitslosigkeit während der Wohlverhaltensphase
Werden Sie während der Wohlverhaltensperiode arbeitslos, müssen Sie sich sofort arbeitslos melden. Und Sie müssen den Treuhänder sofort informieren – am besten noch vor Eintritt der Arbeitslosigkeit. In diesem Fall ist eine Verringerung oder Verzögerung der monatlich an ihn abzuführenden Beträge nach Absprache möglich.
Ferner sind Sie verpflichtet, sich sofort und aktiv um eine neue Arbeitsstelle zu bemühen. Das muss nachweisbar sein! Sie dürfen keine zumutbare Arbeit ablehnen. Ansonsten wird Ihnen das als Pflichtverletzung ausgelegt, was zur Verweigerung der für einen Neustart so wichtigen Restschuldbefreiung führt. Bruch des Wohlverhaltens, also Pflichtverletzungen werden immer als Schädigung des Insolvenzgläubigers ausgelegt.

Wohlverhaltensperiode und Unterhalt
Kommen Sie Ihren laufenden Unterhaltsverpflichtungen während der Wohlverhaltensperiode gewissenhaft nach. Sie wissen ja, dass neue Schulden die Restschuldbefreiung aufs Spiel setzen. Alte Unterhaltsverpflichtungen werden im Zuge des Schuldenbereinigungsplans teilweise getilgt und der Rest schließlich erlassen.

SEHR WICHTIG:
Abtretungen erhalten in den ersten zwei Jahren der Wohlverhaltensperiode noch ihre Gültigkeit. (Pfändungen dagegen werden mit Eröffnung des Verbraucher-Insolvenz-Verfahrens innerhalb eines Monats unwirksam! Bereits laufende Pfändungen müssen eingestellt werden. Auch sonstige Zwangsvollstreckungsversuche einzelner Gläubiger sind unzulässig! Der Schuldner hat Vollstreckungsschutz.)

Wohlverhaltensperiode und Erbschaft
Ein Schuldner, der während der Wohlverhaltensperiode Vermögen erbt, muss dies nicht komplett abgeben zum Ausgleich der Restschuld, sondern nur zu 50%. Die andere Hälfte fällt an den Schuldner zur freien Verfügung. Verschweigen einer Erbschaft ist eine Obliegenheitsverletzung und führt unweigerlich zur Verweigerung der Restschuldbefreiung.
Gewinnt der Schuldner dagegen im Lotto und dergleichen, darf er dieses Geld zu 100% behalten, auch Millionengewinne! 
Auch jede Art von Geldgeschenken müssen nicht mit den Gläubigern geteilt werden.

Schuldner-Rabatte im 5. und 6 Jahr
Die Wohlverhaltensperiode ist keine leichte Zeit, da sie sich über mehrere Jahre erstreckt und da der Schuldner nicht die üblichen Freiheiten genießt, sondern harte Auflagen erfüllen muss. Außerdem und vor allem verfügt der Schuldner nur über ein Einkommen, das ihm das Existenzminimum sichert.
Um die Motivation des Schuldners zu erhöhen, bekommt er – wenn er sich die ersten vier Jahre tadellos verhalten hat – im 5. Jahr 10% Ermäßigung auf sein gepfändetes Einkommen. Im 6. Jahr sogar 15% (eventuell noch offene gestundete Verfahrenskosten werden allerdings zuvor abgezogen).

Am Ende der Wohlverhaltensperiode verkündet das Gericht die Restschuldbefreiung, falls der Schuldner alle Bedingungen erfüllt hat und falls kein Insolvenzgläubiger Versagungsgründe geltend macht.

Wie lange dauert die Wohlverhaltensperiode?
Nach der neuen Insolvenzordnung, die zum 1.12.2001 in Kraft trat, beträgt sie sechs Jahre.
Für Altfälle, also für Schuldner, die bereits vor dem 1.1.1997 zahlungsunfähig waren, betrug sie übrigens nur fünf Jahre.

HIER GEHT ES ZU: Phase 1 (Außergerichtlicher Einigungsversuch)
HIER GEHT ES ZU: Phase 2 (Gerichtlicher Einigungsversuch)

HIER GEHT ES ZU: Phase 3
(Eröffnung des Insolvenzverfahrens)

HIER GEHT ES ZU: Phase 5 (Die Restschuldbefreiung)


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