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Klagen sabotieren


Soweit Herrn Schulden-Drückebergers außergerichtliche Manöver. Für den Fall, dass es zu einer Klage kommen sollte, hat er sich folgendes zurechtgelegt:

Um Recht zu bekommen, muss sein Gläubiger klagen. Um eine Klage einleiten zu können, muss diese auch "zugestellt" werden. Diese Zustellung kann verzögert werden.

Grundsätzlich müssen alle zivil- und strafrechtlichen Klagen an seinem deutschen Daueraufenthaltsort "zugestellt" werden, damit das Verfahren (inkl. Einspruchsfristen) ins Rollen gebracht werden kann. Kann Herrn Schulden-Drückeberger der "blaue Brief" nicht zugestellt werden und kann er so mangels Zustellung von einer möglichen Anklage nichts wissen, kann er folglich auch keine (Richtig-)Stellung abgeben.

Wird Herrn Schulden-Drückeberger aber die Möglichkeit der Stellungnahme (rechtliches Gehör) oder des Einspruchs (z.B. bei Mahnverfahren) durch fehlende Information (= keine Zustellung) vorenthalten, kann das Verfahren nicht eröffnet werden. Die genauen rechtlichen Zusammenhänge (Art. 103 I GG, StPO 37 I, ZPO 166-213a) entnehmen Sie bitte der ZPO (Zivilprozessordnung), als DTV-Taschenbuch für ca. 10 Euro in jeder Buchhandlung erhältlich.

Eine Zustellung wird jetzt ausgehebelt, indem ein formloser Nachsendeantrag gestellt wird, der insbesondere auch Zustellurkunden mit einschließt (der Formdruck der Post reicht hierzu nicht aus). Der Nachsendeantrag erfolgt an Postamt B. Bei Postamt B wird ein Nachsendeantrag an Post C gestellt, von C an D, von D an E etc.pp. Als "ehemalige" und "zukünftige" Anschriften wählt er Hochhäuseranschriften ohne Apartmentnummer. Am Ende Ihrer Nachsendekette befindet sich Herrn Schulden-Drückebergers Postfach. Schön für ihn, denn "blaue Briefe" dürfen nicht an ein Postfach weitergeleitet werden. Das gleiche gilt für den "weißen Zettel" (die Benachrichtigung über die Niederlegung eines Schriftstückes). Erfolgt die Lieferung an das Postfach dennoch, ist sie rechtlich unerheblich - ein Nichts.

Was hat Herr Schulden-Drückeberger so erreicht? Der blaue Brief geht auf die Reise. Da er während dieser Zeit nicht "zugestellt" wird, kann keine Frist ablaufen, da ohne Zustellung keine Frist anläuft.

Ganz sicher geht Herr Schulden-Drückeberger, wenn sich am Ende der Nachsendekette eine Auslandsanschrift befindet, Schließlich kann er seine Post empfangen, wo er es für richtig hält.

Der Trick war früher leicht zu bewerkstelligen, als die Nachsendeanträge noch kostenlos ausgeführt wurden. Seit 1.1.2006 kosten sie jedoch richtig Geld: 15,20 Euro für die sechs-, 25,20 Euro für die zwölf-monatige Weiterleitung, siehe: www.ummelden.de/nachsendeantrag/post_nachsendeantrag.html

Und noch ein zweites Problem gibt es jetzt mittlerweile: „Blaue Briefe“ (die jetzt gelblich-braun sind), also so genannte Postzustellungsaufträge, werden bei Umzug nur noch aufgrund einer ausdrücklichen Weisung (amtlicher Ausdruck: Vorausverfügung) des Absenders nachgesandt.

Fehlt diese, gehen viele Behörden dazu über, die Hinterlegung des Schriftstückes von Amtswegen durchzuführen. Das geschieht folgendermaßen: Nach erfolgloser Zustellung geht die Sendung wieder an die Behörde zurück, wo sie für eine bestimmte Frist hinterlegt wird (2-4 Wochen). Darüber wird der betreffende Empfänger zwar informiert mittels eines einfachen Briefes, der an die ursprüngliche Anschrift geschickt wird (!), was den Empfänger ja aber auch nicht erreichen kann… Dennoch gilt das Schriftstück als zugestellt und die Frist verstreicht. Einspruchsmöglichkeiten verfallen somit und damit ist der Weg frei für den nächsten Rechtszug, die Verurteilung.

Wegen dieser Schwierigkeiten hat sich Herr Schulden-Drückeberger rechtzeitig einen Plan B zurechtgelegt (denn monetäre Engpässe kommen nicht überraschend): Er zieht aus Deutschland fort und verlegt seinen Lebensmittelpunkt ins Ausland. Er weiß auch schon, wo es ihm gefällt, weil es dort wärmer ist, das Leben geruhsamer verläuft, weniger Reglementierungen greifen, die Lebenshaltung viel billiger ist, die Menschen freundlicher sind und das Gras grüner ist… Das ist der Ort, wo er seine Schulden einfach vergessen will. Ein Standortwechsel ist die beste Sabotage.

Er hat sich erkundigt! Es gibt viele traumhafte Plätze, wo er mit einer Summe, die im kalten Deutschland dem ALG-II-Regelsatz entspricht, dort wie ein Prinz angenehmer leben kann.

ACHTUNG:
Lässt sich Herr Schulden-Drückeberger in Deutschland von einem Anwalt oder einer Schuldenberatungsstelle vertreten, wird das Gericht sie als Empfangsberechtigte ansehen und munter zustellen!

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