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Neu verhandeln - Teil 1

Sie haben den nahe liegendsten Schritt getan und Ihre Ausgaben eingeschränkt. Das war ein guter und ganz wichtiger Anfang.
Auch auf der Einkommensseite hat sich etwas getan, denn Sie verdienen auf die eine oder andere Weise etwas mehr.

Nun kommt der ebenso wichtige dritte Schritt: Sie müssen sich mit Ihren Gläubigern auseinander setzen, um tragbarere Zahlungspläne auszuhandeln. Dies ist zugegebenermaßen unangenehm – aber nur anfangs. Sehr schnell werden Sie merken, dass Sie selbstbewusster werden und dass die Gläubiger mehr Verständnis haben, als Sie sich ausmalten. Nichts muss so bleiben, wie es bislang ist. Absolut nichts. Alles ist denkbar – und vor allem machbar: geringere Raten, längere Laufzeiten, Aufschub, Zinserlass, günstige Vergleiche, Forderungsverzicht.

Lassen Sie es sich vorab gesagt sein: Alle Gläubiger lassen mit sich reden. Alle Gläubiger werden weich. Alle Gläubiger kommen Ihnen entgegen. Wirklich alle, egal welche Drohgebärden sie anfangs an den Tag gelegt haben. Selbst der härteste aller Gläubiger – das Finanzamt – lässt sich auf Kompromisse ein, nur um wenigstens einen Teil der ursprünglichen Forderungen zu realisieren. Dies sind jedenfalls die übereinstimmenden Erfahrungen, die alle verhandelnden Schuldner gemacht haben. Und bei Ihnen wird es nicht anders sein.

Ich möchte Ihnen noch etwas Mut machen für Ihre anstehenden Gläubiger-Verhandlungen:
Um was geht es? Um Geld. Nur um Geld. Sie haben das Glück in einer Zeit zu leben, wo Sie Ihre Schulden nicht mehr in die Knechtschaft oder in den Schuldturm führen. Ihr Leben steht nicht auf dem Spiel (allerhöchstens Ihr Lebensstil für eine Weile), denn die Gesetze schützen Sie. Nie hatte der Schuldner bessere Chancen als heute.

Okay, Sie sind Schuldner. Sie haben ein schlechtes Gewissen, Sie halten sich vielleicht sogar für moralisch schlecht. Aber Sie werden sehr bald feststellen, dass Sie mehr Macht und Möglichkeiten besitzen, als Sie bisher ahnten. Sie werden bald erfahren, dass nicht unbedingt Sie nach der Pfeife der Gläubiger tanzen müssen, sondern dass umgekehrt die Gläubiger Ihnen entgegenkommen, Ihnen quasi aus der Hand fressen, wenn Sie es nur richtig anstellen. Weil diese nämlich ihr Geld (oder zumindest einen angemessenen Teil) wieder zurück wollen und deshalb so manche 5 gerade sein lassen.

Es ehrt Sie, dass Sie Ihre Schulden zurückzahlen bzw. möglichst wenig schuldig bleiben wollen. Dies ist ja tatsächlich auch oft eine Frage der Ehre – bei Freunden und Verwandten allzumal. Und vor sich selber.

Sie müssen sich jedoch auch in einer ganz anderen Rolle sehen. Nicht als verschämten, reuigen Schuldner, sondern als Partner. Zu einem Darlehensgeschäft gehören zwei Partner. Einer, der das Kapital gibt – und ein anderer, der es nimmt. Ohne den Nehmer kann der Geber keine Zinsen verdienen…

Keine Furcht vor großen Tieren. Sobald Sie mit Ihnen hart verhandeln, werden Sie schon kleiner, während Sie mit jedem Erfolg wachsen werden! Unzählige ehrliche Schuldner vor Ihnen haben genau diese Erfahrungen gemacht, die Ihnen nun bevorstehen. Nur Mut! Denn: MUT TUT GUT.

Merken Sie sich: Ein Gläubiger, der nicht kompromissbereit ist, das ist so selten wie ein Sommer ohne Eiskrem. Sie können Ihr Schuldenabbau-Vorhaben wirklich entspannt angehen, denn wenn Sie alleine scheitern, haben Sie immer noch die gesetzlich verankerte Möglichkeit, sich staatliche Hilfe zu sichern, mit anderen Worten: ein Verbraucher-Insolvenz-Verfahren zu eröffnen. Allein, dass diese Tür Ihnen immer offen steht, lässt alle Gläubiger heutzutage zahmer sein.

TIPP: Holen Sie sich soviel Rat wie möglich. Aus Büchern, von Schuldner- und Verbraucherberatungen, vielleicht auch von einem Anwalt bei diffizilen Sachverhalten. Wenn das möglich ist, sollten Sie sich auch einen „privaten Lebensberater“ zulegen. Dieser sollte folgende Kriterien erfüllen: große Lebenserfahrung - nicht verschuldet, oder erfolgreich entschuldet - beruflich und finanziell erfolgreich.
Wo können Sie so einen Mentor finden? Nun, in Ihrem privaten Umfeld: ein Freund, ein Kollege, der Chef, ein Geschäftspartner, Ihr alter Lehrer, ein Nachbar… Sehen Sie sich um, Sie kennen bestimmt jemand. Und Sie werden feststellen: es passiert höchst selten, dass Sie abgewiesen werden, wenn Sie um Rat fragen. Oft kommt die größte Hilfe von Menschen, bei denen man es am wenigsten vermutet hätte.

TIPP: Halten Sie alle (fern)mündlichen Vereinbarungen schriftlich fest. Schreiben Sie dem Gläubiger nach dem Gespräch einen formlosen Brief mit einer kurzen Zusammenfassung des Vereinbarten. Sicher ist sicher. So vermeiden Sie Streit in der Zukunft. Wer schreibt, der bleibt.
Als Außenstehender, der nicht persönlich von Ihrer Zwangslage betroffen ist, sieht er viele Dinge klarer. Insbesondere wenn Sie nicht wissen, ob Sie diese oder jene Entscheidung treffen sollen, sollten Sie sich auf sein Urteilsvermögen verlassen. Dieser Lebensberater darf Ihnen auf keinen Fall Geld leihen, sonst funktioniert das Coaching nicht mehr!

Welche Prioritäten Sie setzen müssen
Die Kardinal-Priorität vor allem ist: Zu erst muss Ihre eigene Existent gesichert sein!! Danach schaut man, dass man mit seinen Gläubigern ins Reine kommt!
Machen Sie eine vollständige Liste, die alle Gläubiger und jede Forderung enthält. Kopieren Sie sie zwei Mal. Tragen Sie zunächst wahllos alle ein, die Forderungen gegen Sie erheben. Lassen Sie auch keinerlei Kleinschulden aus. Auf der zweiten Kopie sortieren Sie nun nach Wichtigkeit:

  • Was ist am dringendsten? (z.B. Mietschulden)
  • Welche Rate muss schnellstmöglich reduziert werden? (um den Finanz-Kollaps zu verhindern)
  • Wo droht eine verhängnisvolle Fälligkeit?
  • Was gefährdet den Arbeitsplatz?
  • Was kann aufgeschoben werden?

Auf dieser neuen Liste stehen nun die dringendsten und wichtigsten Schulden oben, die weniger wichtigen unten. Nähern Sie sich nun Ihrem Schuldenproblem von zwei Seiten: von oben und unten.
Die wichtigsten Gläubiger kontaktieren Sie zuerst. Das können diejenigen sein, die die höchste Monatsrate erfordern, oder auch jene, die im Begriff sind, Zwangsvollstreckungsmaßnahmen einzuleiten.
Parallel nehmen Sie aber auch Verbindung auf mit den unwichtigsten Gläubigern… Sie werden sich fragen, warum? Nun, die Leichtgewichte sind Ihre Sparringspartner. Da es nicht so schwere Brocken sind, können Sie leichter erste Teilerfolge und Erfolge sammeln. Das wird Sie selbstbewusster machen für die schwierigeren Kämpfe mit den starken Gegnern, weil Sie lernen zu argumentieren und weil Sie Reaktionen erleben. Die Erfahrungen, die Sie unten gesammelt haben, werden Ihnen oben nützlich sein.

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