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Vergleich macht reich - Teil 2

Bei jedem sportlichen Vergleich besteht die mehr oder weniger große Möglichkeit, dass Sie verlieren. Wenn Sie sich aber mit einem Gläubiger vergleichen, können Sie nur gewinnen.

Jeder Gläubiger-Vergleich läuft darauf hinaus, dass er sich mit weniger zufrieden gibt. Und damit haben Sie gewonnen. Geld nämlich. Statt 100% der Forderung zahlen Sie nur noch 50, 30 oder gar 10 Prozent. Alles ist möglich. Es kommt nur auf Ihr Verhandlungsgeschick an.

Mit Anwendung der nachfolgend beschriebenen Tipps kann jeder insolvente Schuldner nur gewinnen. Und über allem steht das effiziente Motto: MUT TUT GUT.

Anders als im Teil 1 von „Vergleich macht reich“ im vorderen Teil, wo es um das Thema Preis-Vergleich ging, ist hier der Gläubiger-Vergleich gemeint.

Was ist ein Vergleich?
Eine Vereinbarung, bei der beide Seiten, Gläubiger und Schuldner nachgeben: Der Gläubiger verzichtet auf einen Teil der Forderung und der Schuldner verpflichtet sich zur Zahlung - in einer Summe oder in Raten.

Die nachfolgende Strategie ist der außergerichtlichen Schuldenbereinigung ähnlich, hat aber einen entscheidenden Unterschied:

Hier wird der Gläubiger-Vergleich nicht unternommen, um das spätere Verbraucher-Insolvenz-Verfahren eröffnen zu können.

Der Zweck dieses Gläubiger-Vergleichs ist vielmehr, eben dieses Verfahren zu vermeiden. Denn es ist für viele Schuldner nicht erstrebenswert, sechs Jahre lang unfrei zu sein. Unfrei deshalb, weil man ständig Rechenschaft ablegen muss; weil man keine selbstständigen Entscheidungen treffen darf, sondern immer erst das Einverständnis des Treuhänders bei wichtigen finanziellen Aktionen einholen muss. Selbst ein Wohnungs- oder Arbeitsplatzwechsel müssen gemeldet werden.

Viele Schuldner wollen so schnell wie möglich wieder mündig werden, selbst über Ihr Leben entscheiden dürfen. Deshalb streben sie unter allen Umständen einen günstigen Vergleich an. Dabei wird gleichzeitig angestrebt, dass der Gläubiger auf einen Teil seiner Forderung verzichtet.

Und wenn der angestrebte günstige Vergleich nicht gelingt? Glauben Sie es den alten Hasen: Er gelingt fast immer. Zu 98 Prozent. Und wenn nicht, dann ist immer noch eine Tür zum Ausweg offen; auf ihr steht: Verbraucher-Insolvenz-Verfahren. Sie haben also nichts verloren. Sie können nur gewinnen!

AAABER:
Wirklich clevere Schuldner legen keinen Wert auf eine Einschränkung ihrer finanziellen Freiheit für sechs lange Jahre. Darum versuchen sie rechtzeitig einen vorteilhaften Vergleich mit dem Gläubiger/den Gläubigern zu schließen.

DENN
das Verbraucher-Insolvenz-Verfahren beinhaltet noch einen zweiten gravierenden Nachteil: Dort „sind – anders als in einem Strafprozess – auch Tatsachen zu offenbaren, die geeignet sind, eine Verfolgung wegen einer Straftat oder einer Ordnungswidrigkeit herbeizuführen (§§ 20, 97 InsO)“.

Was heißt das im Klartext? In einem Strafprozess dürfen Sie die Aussage verweigern. Sie müssen sich nicht selbst belasten und dadurch ggf. eine Verurteilung herbeiführen.

Doch im Insolvenzverfahren dürfen Sie nicht schweigen. Sie müssen alles auf den Tisch legen. Verstoßen Sie gegen Ihre Mitwirkungspflicht, kann Ihnen das Wichtigste versagt werden – nämlich die Restschuldbefreiung. Und offenbaren Sie alles und es kommt dadurch ein Insolvenz-Straftatbestand zu Tage (!), kann Ihnen ebenfalls die Restschuldbefreiung verweigert werden. Jahrelange Mühe und Entbehrungen waren dann umsonst. Strafrechtlich belangt werden Sie obendrein.

Für manchen Überschuldeten eine echte Zwickmühle. Darum mein Rat: Immer Do-it-yourself-Vereinbarungen mit den Gläubigern anstreben!

  • Das ist weniger gefährlich
  • Sie sind schneller entschuldet
  • Es kommt meist billiger
  • Ihre private, berufliche und monetäre Freiheit bleibt erhalten

Werden Sie rechtzeitig aktiv. Warten Sie nicht, bis sie total zahlungsunfähig sind und nichts mehr anzubieten haben. Ein vorteilhafter Vergleich gelingt nur dann, wenn man noch einen Spatz in der Hand hat (die Taube auf dem Dach hat sich der realistische Gläubiger schon lange abgeschminkt). Wenn man aber mit leeren Händen dasteht, ist dies nicht möglich.

Weiterlesen:
So verbessern Sie Ihre Chancen auf einen klasse Gläubiger-Vergleich



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