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Weitere Tipps und Tricks

ACHTUNG:
Es empfiehlt sich u.U., ein geplantes Verbraucherinsolvenzverfahren zu bald wie möglich zu eröffnen, da die Bundesregierung schon wieder Änderungen beabsichtigt. Dabei soll für die ärmsten Schuldner, die ihren Gläubigern keine Quote anzubieten haben und nicht einmal die Verfahrenskosten aufbringen können, die Wohlverhaltensperiode auf acht (!) Jahre erhöht werden.
Arme Schuldner, die das Verfahren noch vor Inkrafttreten dieser Änderungen eröffnen, werden weiter nach altem Recht behandelt und haben nur 6 statt später 8 Jahre „abzusitzen“.

Insolvenzordnung
Die 359 Paragraphen der Insolvenzordnung (InsO) können Sie im Internet kostenlos hier nachlesen:
http://www.gesetze-im-internet.de/inso/index.html

Wann bin ich alle Schulden los?
Wenn beim außergerichtlichen Einigungsversuch alle Schuldner Ihrem Schuldenbereinigungsplan zugestimmt hatten, sind Sie alle Schulden los, sobald Sie Ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllt haben, die sich aus dem Vergleich ergeben. Das heißt, wenn Sie Ihre Raten bzw. Einmalzahlung vollständig geleistet haben, müssen die Gläubiger auf die ausgehandelten Restschulden (z.B. 50% oder 80%, je nach Verhandlungsgeschick) verzichten.

Beim gerichtlichen Einigungsversuch muss nur noch die Mehrheit zustimmen, damit der Vergleich zustande kommt.

Kommt keine Mehrheit zustande, beantragen Sie die Eröffnung des Verbraucher-Insolvenz-Verfahrens.

Falls Sie keine Pflichten verletzt haben, wird nach sechs Jahren durch das Insolvenzgericht die Restschuldbefreiung erteilt.

Beratungsmöglichkeiten, auch viele kostenlose
Der Beratungsbedarf in rechtlichen und verfahrenstechnischen Fragen, sowohl was die Verbraucherinsolvenz als auch, was Mahnverfahren und Zwangsvollstreckung / Pfändung betreffen, ist wirklich enorm.

Die juristische Materie ist nicht immer für jeden leicht verständlich, und ohne Beratung kann der Laie kaum die richtigen rechtlichen Schritte unternehmen.
Doch Beratungsmöglichkeiten gibt es zahlreiche. Die erste Schuldnerberatungsstelle in Deutschland öffnete 1977 ihre Türen. Seitdem hat es keiner mehr weit, bis zu seiner eigenen, denn es gibt heute über 1.100 weitere (und doch reichen die Kapazitäten nur für 10-15% der Überschuldeten, deshalb auch die langen Wartezeiten, s.u.):

  • Viele Städte und Gemeinden haben in ihren Sozialämtern mittlerweile auch Schuldnerberatungsstellen untergebracht.
  • Landratsämter: wenn Sie in Ihrer Kommune nicht fündig werden, können Sie sich an Ihr Landsratsamt wenden. Dort ist in der Regel auf jeden Fall eine Schuldnerberatungsstelle.
  • Kirchliche Sozialdienste sind anerkannte Schuldnerberatungsstellen: Kontakt über Telefonbuch oder Internet: Diakonie (Wohlfahrtsverband der evangelischen Kirche, www.diakonie.de, ca. 170 Schuldnerberatungsstellen) bzw. Caritas (Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche, www.caritas.de).
  • Das Gleiche gilt für karitative Einrichtungen wie: Rotes Kreuz (über 50 Beratungsstellen, Liste: www.drk.de/dls/schuldnerberatung/index.html), AWO Arbeiterwohlfahrt (ca. 100 Beratungsstellen, Liste siehe www.awo.org/standpunkte-und-positionen/standpunkte-schuldnerberatung.html).
  • Die Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung (BAG-SB, www.bag-sb.de)
  • Verbraucherzentralen: www.vzbv.de, www.verbraucherzentrale.info
  • Daneben gibt es noch private Schuldnerberatungsstellen. Achten Sie aber darauf, dass eine behördliche Genehmigung vorliegt, denn hier wimmelt es von schwarzen Schafen.
  • Die örtlichen Amtsgerichte bieten ebenfalls Beratungshilfe. Sie ist kostenlos für diejenigen Bürger, die nach Vorschriften der Zivilprozessordnung Anspruch auf Prozesskostenhilfe hätten.
  • Natürlich kann man sich auch einen Rechtsanwalt wenden. Wenn die Einkommens-Voraussetzungen erfüllt sind, ist diese Beratung ebenso kostenlos: In Zwangsvollstreckungssachen durch die Prozesskostenhilfe, in Verbraucherinsolvenzsachen durch den sog. Beratungshilfeschein, die man beim Amtsgericht/Insolvenzgericht beantragt.

Bundesweite Recherche nach Schuldnerberatungsstellen:
http://www.bag-sb.de/index.php?id=24

Wermutstropfen 1: 
Die Schuldnerberatungsstellen der Kommunen, Sozialdienste und freien Träger haben eine Wartezeit von 9-12 Monaten!
Das hat seinen Grund auch darin, dass über 50% der Beratungsbüros mit nur einem Mitarbeiter besetzt sind. 10% arbeiten sogar ausschließlich mit Teilzeitkräften. Kein Wunder, dass die Schuldnerberater überlastet sind.

Wenn man sich an einen Rechtsanwalt wendet, bekommt man sofort einen Termin. Die Beratung und die außergerichtliche Tätigkeit (Verhandlungen mit Gläubigern) sind kostenlos, wenn man einen sog. Beratungshilfeschein (gibt’s beim Insolvenzgericht) vorlegen kann.

TIPP: Schuldnerberatungsstellen werden aus den Etats der jeweiligen Bundesländer und Kommunen sowie gegebenenfalls von Kirchen und freien Trägern finanziert. Obwohl ihre Arbeit erfolgreich ist – 40% der Betreuten können anschließend besser mit Geld umgehen und 20% schaffen gar den Wiedereinstieg ins Berufsleben – werden die staatlichen Zuschüsse meist gekürzt. Dabei zahlt sich die Arbeit aus: Laut „Schuldenreport 2006“ führt jeder Euro Ausgaben für die Schuldnerberatung zur Einsparung von zwei Euro für Sozialausgaben.

Wermutstropfen 2:
Die Schuldnerberatungsstellen der Kommunen, Sozialdienste und freien Träger haben bisher alle Schuldner kostenlos beraten, die Sozialhilfe beziehen oder von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Wegen der ständigen Kürzungen kommen künftig wohl nur noch Sozialhilfeempfänger in diesen Genuss.

 
TIPP: Auf den Beratungshilfeschein haben nicht nur Sozialschwache und Arbeitslose Anspruch, sondern auch Arbeitnehmer und Kleinselbstständige. Nähere Informationen über die Kriterien erteilt die Rechtsantragstelle beim Insolvenzgericht.

Auch von zuhause aus und im Eiltempo möglich 
Welch große Vorteile das Verbraucher-Insolvenz-Verfahren für Millionen zahlungsunfähige Bürger bereithält, ist auf den vorangegangenen Seiten deutlich geworden. Aber zwei Riesen-Probleme gibt es noch:

1. Die Wartezeiten bei den anerkannten öffentlichen Schuldnerberatungsstellen sind inzwischen bei bis zu zwölf Monaten angelangt. Trotzdem ist die Tendenz: es wird noch schlimmer. Damit dauert es mindestens ein Jahr länger, bis der Schuldner wieder frei ist:
Wartezeit                                           ca. 12 Monate
+ außergerichtlicher Einigungsversuch ca.   6 Monate

+ Verbraucher-Insolvenz-Verfahren              6 Jahre       
Zeit bis zur endgültigen Restschuldbefreiung: ca. 7 ½ Jahre

2. Die in Kürze geplanten Gesetzesänderungen werden die Lage für etwa 80% der Hilfe suchenden Bürger verschlechtern. Wer also ein Jahr auf seinen ersten Beratungstermin bei einer Schuldnerberatungsstelle wartet, den holt das neue Gesetz ein: Die Restschuldbefreiung gibt es dann nur noch unter erschwerten Bedingungen. Vor allem dauert sie zwei Jahre länger!

Aber es gibt eine Lösung:
Warten Sie nicht auf die Schuldnerberatungsstellen, gehen Sie zu einem Rechtsanwalt/zu einer Rechtsanwältin, der/die auf Verbraucherinsolvenzverfahren spezialisiert ist. Davon gibt es bundesweit Zehntausende (im Gegensatz zu nur 1.000 Schuldnerberatungsstellen).
Dort bekommen Sie innerhalb von ein paar Tagen einen Termin – Und damit die große Chance, dass noch das alte Recht auf Sie angewandt wird.

Aber die Schnelligkeit und das bisherige Recht sind nicht die einzigen Vorteile: Es ist auch möglich, das Insolvenzverfahren komplett und bequem von zuhause aus durchzuführen, egal wo Sie wohnen. Viele Anwälte akzeptieren nämlich, dass man rein auf dem Postweg bzw. per Telefon und E-Mail kommuniziert.

Und trotzdem ist die anwaltliche Rechtshilfe für die meisten Mandanten kostenlos, wenn sie sich vorher auf ihrem Amtsgericht den so genannten Beratungshilfeschein besorgt haben (Selbstbeteiligung lediglich 10 Euro). Ansonsten fällt ein Honorar von ca. 500-700 Euro an.

Geeignete Anwälte finden Sie in Ihrem Telefonbuch oder den Gelben Seiten oder über folgende Kontakte:
www.anwalt24.de                                Datenbank mit über 76.000 Anwälten
www.anwaltssuchdienst.de                   Datenbank mit über 10.000 Anwälten


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